14 % weniger Baugenehmigungen

Bis Ende Oktober 2022wurden bundesweit nur noch Baugenehmigungen für insgesamt 297.453 Wohnungen erteilt, und damit 14,2 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Bei den Einfamilienhäusern ging die Zahl der Baugenehmigungen sogar um 15, 9% zurück. Die von der Bundesregierung anvisierte Zahl von jährlich 400.000 neu erbauten Wohnungen ist damit in weite Ferne gerückt, obwohl der Bedarf nicht zuletzt durch die anhaltende Migration aus Krisengebieten weiter anhält.

Dieser Trend wird nach Einschätzung des renommierten ifo-Instituts weiter anhalten, denn im Wohnungsbau steigt die Zahl der Auftragsstornierungen weiter. Im November waren 16,7 % der baugewerblichen Betriebe von Stornos betroffen. Zwar seien die Auftragsbücher noch gut gefüllt, aber die Geschäftserwartungen für das kommende Jahr seien verheerend. Die Mehrheit des Baugewerbes erwartet Auftragsrückgänge schon im ersten Halbjahr 2023.

Steigende Zinsen, explodierende Material- und Kraftstoffkosten und fehlende Förderprogramme lassen trotz rückläufiger Nachfrage die Preise ansteigen. „Das wird keine sanfte Landung, sondern eine Vollbremsung!“ formuliert BFW-Präsiden Dirk Sakewski.