06.05.2011
Scherlebecker Gemeindversammlung zum Kirchenabriss

Evangelische Kirchengemeinde diskutiert über Schettler-Pläne - "Abriss und Neubau unausweichlich!" - "Ende der Flickschusterei!"

Pfusch am Bau - anders kann man die bedauerliche Situation des Gustav-Adolf-Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchngemeinde Herten-Scherlebeck nicht beschreiben. Durch erhebliche Baumängel vor 30 Jahren ist die gesamte Dachkonstruktion des Zentrums akut gefährdet. Zahlreiche Fachleute haben das Schadensbild begutachtet und Sanierungsmöglichkeiten geprüft.

Nun liegt ein Sanierungskonzept des Hertener Wohnungsunternehmens SCHETTLER vor, das den gesamten Bau abreißen und neu bauen will. Neben Räumen für die Gemeinde, einschließlich einem Gottesdienstraum, sollen vor allem preiswerte Seniorenwohnungen und eine Senioren-Wohngruppe entstehen. Grund dafür ist nicht nur der bauliche Zustand des Gemeindezentrums, sondern auch der erheblich reduzierte Raumbedarf und die Finanzsituation der Gemeinde. "Auch wenn eine Sanierung des alten Gebäudes technisch möglich wäre, ist sie nie mit Sicherheit vorher kalkulierbar," erläutert Rolf Schettler, der am Montagabend in der Gemeindeversammlung das Konzept vorstellen will. Eine heikle Mission, denn die Massnahme ist nicht unumstritten. "Ich kann alle Nostalgiker verstehen", sagt Schettler, " aber das wünschenswerte ist nicht immer vernünftig und noch seltener bezahlbar!"

Das Presbyterium der Gemeinde hat sich nach intensiver Diskussion mehrheitlich für das SCHETTLER-Konzept ausgesprochen. Pfarrerin Renate Leichsenring wird die mit Spannung erwartete Versammlung am 9. Mai im "Corpus delicti" leiten.